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Meine Freunde

Es ist sehr schön, wenn man Menschen um sich hat, auf die man sich immer verlassen kann.

Sie hatten es nicht immer leicht, in letzter Zeit, mit mir.

Aber macht es nicht eine Freundschaft aus, wenn man auch in schlechten Tagen zu dem Anderen steht und ihn nicht hängen lässt.

Ich weiß ich war schwierig, meine Aktionen nicht immer nachvollziehbar und durchschaubar.

Das hier ist ein Danke an all meine Freunde, die zu mir stehen, mir helfen, mir geduldig zur Seite stehen und einfach immer da sind, nicht nur wenn man sie braucht.

Ganz besonders Danke an Mel, Alex, Marion und den Münchnern.

6.9.08 10:29, kommentieren

Vermissen

Er fehlt mir so sehr, dass mein Schmerz im Moment grenzenlos ist. Unsere wahinsinng langen Telefonate, sein Lachen, sein Humor und seine Korinthenkackerei,seinen Sanftmut. Verdammt, wie oft haben wir die Nacht zum Tag werden lassen.

Wir sprachen sogar von Seelenverwandtschaft. 

Es gab eine Zeit, da bin ich pro Tag mit 3 Stunden Schlaf ausgekommen. Trotzdem auf der Arbeit nicht müde gewesen.Wenn man verliebt ist, ist Schlaf Nebensache. Die Schmetterlinge sind einfach zu flattrig.

Und jetzt?


Dabei bräuchte ich nur die Hand nach ihm ausstrecken und ihn zu mir holen. Dann wäre alles gut.

Viele Ratschläge die man erhält, manche reden gar nicht mehr darüber, weil sie es nicht nachvollziehen können, mich nicht mehr verstehen und einfach müde geworden sind.

Verstehe ich mich denn selbst noch richtig?

Er ist wundervoll, geduldig, voller Liebe!

Das Jahr mit ihm war schön, und jeder hat dem Anderen vieles gegeben.

Keiner versteht es, keiner begreift es. Und ja, ich weiß, es wird gezweifelt. Mögliche Gründe aus der Luft gegriffen, hinterfragt, Sachen behauptet. Ich weiß. Ich kann es nicht ändern. Als Außenstehender würde ich wohl genauso denken.

Trotzdem:

Ich liebe ihn immer noch über alles und ja, ich weiß er liebt mich auch

 

 

6.9.08 10:58, kommentieren

Verlust und Trauer

Was soll ich sagen. Ein Jahr ging so schnell vorbei. Manchmal frage ich mich, wohin die Zeit geht und was sie in unserem Leben mitnimmt.

Mir hat sie meine Mutter, meinen Opa und schlussendlich meinen Freund genommen.

Den Verlust meiner Mutter kann mir keiner nehmen. Er ist grenzenlos und sie fehlt mir wieder mehr als ich es beschreiben könnte.

Ihre warmherzige Art, ihre Umarmungen, ihren Zuspruch. Den Mut, die Gabe allen um sich herum Kraft zu geben. Sie war für mich eine der wichtigsten Menschen in meinem Leben. Fast ein Jahr her und immer noch nicht kann ich es fassen, dass sie einfach nicht mehr da ist.

Ein Grab voller Blüten, darunter ein Sarg.

Oft frage ich mich, was danach ist. Ob sie mich sieht, mich beschützt.
Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Eigentlich glaube ich nicht daran, aber wenn man einmal einen geliebten oder zwei geliebte Menschen für immer verloren hat, dann möchte man daran glauben.

Sicher schaut sie auf ihre Lieben hier. Und wird manchmal entsetzt den Kopf schütteln, wenn sie von meinen Aktionen erfährt.

Sie war es doch, die unbedingt wollte, dass ich mit "ihm" zusammenkomme. Sie hätte ihn geliebt! Ja, Mama, ich habe ihn gesehen, er gefällt mir. Und vielleicht darf man die Hoffnung nicht aufgeben. Wenn ich ehrlich bin, wünsche ich es mir immer noch, dass wir zusammen sind.

Diesen Verlust zu ertragen ist etwas , dass mir im Moment jegliche Kraft aus meinem Körper zieht.

Trotzdem geht das leben unaufhaltsam weiter.

1 Kommentar 6.9.08 11:07, kommentieren

Sportskanone


  
 

Hey, ich will keine Body-Builder-Figur haben, auch wenn meine Freundin alles daran setzt, dass ich sie bekomme.

„Stell dich  nicht an, Sport tut gut, frische Luft, raus, laufen, schneller als normal“.
Finde ich wirklich ganz klasse! Schön! Ich könne durch Sport abschalten, meint sie.

Oh, ja ich schalte ab. Besonders dann, wenn sie mich über Feld und Wiesen jagt. Triumphierend oben auf dem Berg angekommen ist und mit hämischen Grinsen  meine dortige Ankunft erwartet. Währenddessen ertappe ich mich dabei, dass ich ihr wirklich sehr viele unangenehme Dinge an den Hals wünsche.  

 Ich wusste gar nicht, dass ich so fluchen kann. 

Meine Freundin meinte eh, ich sei ihr ein Rätsel. Eigentlich sei ich doch sehr schlank, hätte eine sportliche Figur und es würde überhaupt nicht zu mir passen, dass ich keinen Sport mache. Aha, ist das also Figurabhängig? :suspect: 

Gestern waren wir an der Kletterwand. Klettern würde auch frei machen, meinte sie. Klasse, ich kam schon irgendwie

ein bisschen nach oben. Aber als ich dann runtergesehen hatte, war ich alles andere als frei.  Ich wusste gar nicht wie hoch 5 Meter sein können.  

Ob ich im Urlaub an einer richtigen Wand klettern werde, wage ich zu bezweifeln. Auch wenn ich zwei erfahrene Bergsteiger an meiner Seite habe. 

Spontan wie meine beste Freundin ja ist,  meinte sie ja, sie müsse mich mit in den Urlaub nehmen. Ein Allheilmittel um auf andere Gedanken zu kommen. Nur, dass ihr Ex-Freund, der extra aus Australien anreist um mit ihr eigentlich alleine Urlaub zu machen, ebenso dabei ist . Dieser ist wohl nicht so angetan. 

Gut, es liegt wohl nicht an mir, sondern an Marion und Tim. 

Tim, der Zweijährige. Wie meinte Mel „Tim würde mir gut tun, deshalb müsse er und seine Mutter auch unbedingt mit“.  :hangover:  Das Wohnmobil ist groß genug, meinte sie nur noch. Außerdem könne sie ja mit ihrem Ex im Zelt schlafen, wenn das Bedürfnis zu manchen Aktionen bestehen würde.  

Meine beste Freundin, überraschend, spontan und einfach zuckersüß manchmal.  

Aber auch oft  äußerst anstrengend. :D

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

1 Kommentar 9.9.08 08:01, kommentieren

Emotionen

Am Samstag abend endlich wieder einmal Party gemacht. Seit diesem Tag weiß ich auch, dass man Schuhe durchtanzen kann. Zu allem übel waren sie noch relativ neu. Aber eine Abtanzgarantie war leider nicht drauf.

Trotzdem hatte ich einmal wieder, den Umständen entsprechend, ein Stück weit  Spaß. Viele Leute  brachten es ein paar Mal fertig mich so zum lachen zu bringen, dass ich weinen musste.  Und Ramazotti tat sein übriges dazu, dass ich auch vergessen und abschalten konnte. Jaja, der liebe Alkohol. 

Ganz zu schweigen von meinen Freunden. Natürlich redet keiner mehr davon. Hinterfragt keiner mehr. Ich weiß, das sie mich nicht verstehen. Mein Verhalten nicht begreifen.  Und ich weiß schon, dass sie sich ihren Teil darüber denken.  Es wurde ja schon viel gesagt, geredet, spekuliert, angezweifelt.  

Gut, sie lassen mich damit in Ruhe und das ist auch gut so. Ich kann es eh immer noch nicht begründen und selbst begreifen.  

Zuhause läuft jetzt alles in geregelten Bahnen. Seit Opa gestorben ist, wenn man es genauer  nimmt. 

Mein Vater unternimmt sehr viel mit den alten Herren. Das freut mich, denn ich dachte, nach dem Tod meiner Mutter kommt er gar nicht mehr raus. So geht er jetzt zum Kegeln, angeln und hat seinen Stammtisch.  Das nächste Wochenende macht er wohl einen Tagesausflug in die Pfalz. 

Oh, ja, es ist so ruhig geworden. 

Ich habe endlich wieder viel mehr Zeit. Endlich! Und jetzt weiß ich irgendwie nichts mehr damit anzufangen.

Ich ertappe mich dabei, dass ich sehr oft darüber nachdenke, was „er“ jetzt wohl gerade macht. Wie es ihm wohl geht? 

Am Telefon hörte er sich sehr gut an, gefasst, gut drauf, lachend, humorvoll.  Ja, ich bin froh, dass es ihm gut geht, dass es ihm nicht scheiße geht. Das er tolle Freunde hat. Und die hat er ohne Zweifel.   

Außerdem hat er eine wunderbare Tochter! Wie habe ich immer zu ihm gesagt. „Er solle soviel Zeit mit ihr verbringen, wie es geht.“ Und wenn er bei ihr ist, dann genießen es wohl beide sehr! Schön!  

Eine Freundin /Frau an seiner Seite zu haben kann begrenzt sein, aber eine Tochter zu haben heißt ein Leben lang jemanden zu lieben.  

 Ich habe es immer sehr genossen, wenn er mir von der Zeit mit der Kleinen erzählte.

Er hörte sich dabei so richtig glücklich an. Oh, ja, was habe ich gesagt, diese Zeit , wo sie heranwächst, ist so bedeutsam und wichtig.  Ich wünsche ihm, dass er noch ganz viel  und mehr Zeit mit ihr verbringen wird. 

Komisches Gefühl. Jeden Tag geredet mit ihm , jeden verdammten Tage mehrmals am Tag sogar. 

Und jetzt, keine vertraute Stimme mehr.  

Ja, was soll ich sagen, er fehlt mir. 

Natürlich kommen wieder Zweifel auf. Eigentlich passen wir wirklich gut zusammen. 

Aber trotzdem denke ich, dass die Zeit des Wartens  einfach schon zu lange war. 

Ich kann und darf ihn doch nicht immer hinziehen. Nein, das wollte ich einfach nicht mehr.  Das hat er einfach nicht verdient.  

Wenn ich jetzt wieder so schreibe, dann wird mir ganz warm ums Herz. Ja, ich denke an ihn, und das immer noch voller Liebe, so voller verdammter tiefer und großer Liebe.   

Hätte dieser Abschnitt nicht doch besser unter der Kategorie „Liebe“ gepasst?  

Ich kann es im Moment drehen und wenden, egal mit was ich beginne, an dessen Ende steht immer ein Gedanke und das ist der Gedanke an ihn.  Und meine Stimmung beschreibt genau diesen Gedanken auf  eine spezielle  Art und Weise die alle Emotionen beinhaltet.

1 Kommentar 9.9.08 08:02, kommentieren

Vorstellungsgespräch



Da war ich jetzt in China, in Ingolstadt, in Ungarn.

Ganz schön viele Erfahrungen gesammelt. Kaum bin ich zurück heißt es "Wollen Sie sich nicht auf eine qualifiziertere Stelle bewerben?"

"Entschuldigen Sie, aber ich bin dafür nicht qualifiziert genug."

Teamleitung zu übernehmen. Eine sehr imposante Aufgabe. Dennoch beherrscht hier immer noch eine Männerdomäne das Feld.

Obwohl mir im Moment zu nichts der Sinn steht, habe ich mich überreden lassen, mich bei der anderen Abteilung vorzustellen.

Der dortige Chef schaute skeptisch. Kein Wunder, man sieht mir meinen Gefühlszustand an. Und eigentlich hatte ich auch eine "leckmichamArsch-Einstellung". Egal, ob ich den Job bekomme oder nicht. Mich interessiert es eigentlich im Moment nicht.

Die Motivation ist gerade pfutsch.

Ich dachte , er wird es eh merken, er wird mich eh über den Tisch reden, durch den Kakao ziehen. Wie war das doch gleich, mein Vater ist doch Derjenige.

Und dann wurde ich folgendes gefragt: " Frau K. , ich bin eine Fee"

"wie bitte?" hinterfragte ich, so als ob ich es nicht richtig verstanden hatte. Er und eine Fee? Das überstieg meine Vorstellungskraft enorm. Er , der etwas gesetztere, übergewichtete kleine Mann im Anzug, eine Fee?

Ich hüstelte kurz, räusperte mich.

Er wiederholte: "Ich bin eine Fee und Sie haben jetzt einen Wunsch frei. Freie Berufswahl. Welchen Beruf würden Sie sich denn wünschen?

Hoppla, eine Fangfrage also.

 

Mich wunderte, ich überlegte nicht lange und gab ihm zur Antwort.

Ich würde gerne eine Fee sein.

Als er zu mir sagte, dass das kein Beruf wäre, dann fragte ich ihn im Gegenzug, was die Frage, die beruflich für ihn doch wohl keinen Sinn ergibt, dann bitteschön bei einem Vorstellungsgespräch zu suchen habe?

Er staunte, schaute, staunte, schaute und lächelte, dann lachte er.

MMh, er meinte wohl später, ich hätte gute Chancen.

Ich gab ihm noch einen Tipp, sich doch bitte, wenn schon, eine männliche Gestalt, aus dem Fantasybereich rauszusuchen.

Ich nannte ihm Namen wie Albus Dumldedore oder Rincewind und hoffte, er konnte mit meinen Ratschlägen etwas anfangen. An seinem Gesichtsausdruck war jedoch zu erkennen, dass er keine Ahnung hatte.

Und so jemand will mir erzählen, er wäre eine Fee.

pah!

 

Dennoch verlief das weitere Gespräch sehr positiv und gut. Und doch möchte ich diesen Job nicht. Komisches Gefühl hinterher.

Und schon kam sie wieder "die leck mich am Arsch-Einstellung".

Merkwürdig.

Oder aber, nichts ist mehr so wie es war. Ohne ihn. 

 

 


 

 

 

9.9.08 17:30, kommentieren

Er

Es geht ihm heute  schlecht.

 

Ich weiß nicht was ich machen soll. Am liebsten würde ich jetzt zu ihm fahren und ihn ganz lang in denArm nehmen. Verdammt, verdammt, verdammt. 

Ich solle mir keine Gedanken um ihn machen, meinte er. Auch nicht, darüber nachdenken, dass es ihm schlecht geht. 

Doch wie kann ich das denn? Mir keine Gedanken um ihn machen? Wie kann ich das denn?  

Ich liebe ihn! Wenn es ihm schlecht geht, geht’s mir doch auch schlecht!  

Und das gerade so stark, das ich weinen muss.  

Er meinte er vermisse mich nicht mehr so oft, nur noch bei bestimmten Situationen. Weil er dann an micherinnert wird.  

Gut, wenigstens was.

Man verarbeitet. Ja tut man. So geht’s mir ja auch.  Naja, es tut weh, es tut so sehr weh.

11.9.08 16:24, kommentieren